Architektur auf Ibiza
deren Grundmauern Kirchen errichteten. Die ersten Kirchen datieren bereits aus dem 13. Jahrhundert. Bis heute behielt man die Grundelemente der Bauweise bei. Sie wurde von einem ibizenkischen Schriftsteller und Historiker bezeichnet als schlicht, aber andächtig, als Kirchen, die keine Monumente sein wollen. Im Verlauf der Geschichte Ibizas nahmen später die Gotik und die Renaissance Einfluss auf den Baustil der Kirchen. Gotische Beispiele findet man in Sant Miquel und Jesús. Die Zeit der Renaissance kann man an der Puig d'en Missa in Santa Eulària bewundern. Auch im Stil des Barock wurden zeitweise auf Ibiza Gebäude errichtet. Hierzu zählten vornehmlich Gutshöfe und die alten Patrizierhäuser.
Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich auf Ibiza ein ganz besonderer Stil, nämlich der Kolonialstil. In dieser Zeit verlor Spanien einen Großteil seiner Überseekolonien. Fast schon wie zum Andenken an die Kolonien setzte sich mehr und mehr der daran erinnernde Kolonialstil durch. Im Jahre 1898 wurde das erste Bauwerk dieses neuen und bis dahin unbekannten Stils errichtet. Es handelt sich hierbei um das Teatro Pereira. Juan Gómez Ripoll gilt als der bekannteste Vertreter dieses Stils. Von Ripoll stammt der Bau des Grand Hotels Montesol, das er als Architekt plante und baute. Von ihm stammt ebenfalls die Neugestaltung der gesamten unteren Altstadt von Ibiza-Stadt mit der bekannten Flaniermeile.