Katalanen auf Ibiza
Lieblingssklavin und verführte sie. Die Rache des Bruders war fürchterlich. Er verriet den Katalanen, die die Stadt belagerten, den Eingang zu einem geheimen Gang. Dieser Geheimgang führte vom Meer aus direkt hinein in die Festungsanlage. Durch diesen Verrat war es den Katalanen ein Leichtes, die Herrschaft über Ibiza an sich zu reißen. Noch heute findet man den Ausgang dieses Geheimgangs. Er befindet sich in der Altstadt von Ibiza-Stadt. Mit der Eroberung durch die Katalanen hielt das Christentum Einzug auf die Insel. Die Katalanen rissen zunächst die Moschee ab. Auf den Fundamenten errichteten sie die Kathedrale, die sich noch heute genau an diesem Ort befindet.
Im Laufe der katalanischen Herrschaft wurden die Namen der Dörfer nach und nach geändert. Sie erhielten nun Namen christlicher Heiliger. Ebenso begannen die Katalanen mit dem Bau weiterer Kirchen auf der Insel. Die ältesten dieser Bauwerke sind die Kirchen von Santa Eulalia, San Antonio, San Miguel und San Jorge. Im Zuge der Christianisierung schafften die Katalanen die Religionsfreiheit ab. Dies ging soweit, dass jeder, der nicht zum Katholizismus konvertieren wollte, von der Insel vertrieben wurde. Doch der Einfluss der Katalanen beschränkte sich nicht nur auf die Religion. Er ging darüber hinaus mit der Einflussnahme auf die Sprache der Insel. Denn Katalanisch wurde als Amtssprache eingeführt.