Römer auf Ibiza

Die zweiten punischen Kriege entschieden die Römer für sich. Mit den berühmten Worten 'Karthago muss zerstört werden' warfen sich die Römer in die Kriege. Hannibal versuchte sie aufzuhalten, indem er mit seinen Elefanten über die Alpen in Richtung Rom aufbrach, um Rom zu erobern. Dies gelang ihm nicht. Schließlich

eroberten die Römer im Jahre 123 vor Christus die Balearen und warfen die Karthager zurück auf ihr afrikanisches Gebiet. Der Feldherr, der für die Eroberung der Balearen verantwortlich zeichnet, war Quintus Caecillius Metellus, der auch Balearicus genannt wurde. Ibiza-Stadt erhielt von den Römern den Namen Ebesus. Ibiza hatte das Glück, nicht von den Römern eingenommen zu werden, sondern blieb als konföderative Stadt erhalten. Somit bewahrte sie sich ihre Autonomie. Ibiza-Stadt brauchte keinen Tribut zu zahlen. Ebenso behielt die Stadt weiterhin das Münzrecht. Im Jahre 70 vor Christus ließ Rom die Stadt in das Römische Reich eingliedert.

Sie erhielt daraufhin den Namen Flavia Augusta. Der damalige Kaiser Vespasian ordnete an, die Infrastruktur und die Wirtschaft der Insel auszubauen. Im Jahre 380 nach Christus nahm das Römische Reich das Christentum als Staatsreligion an. Somit erfuhren auch die Balearen die Christianisierung. Fortan waren durch das Verbot von Theodosius im Jahre 391 nach Christus alle heidnischen Kulte untersagt. Noch heute zeugen Kopien zweier römischer Statuen, die sich am Haupttor zur Altstadt von Ibiza-Stadt befinden, von den Zeiten der Römer auf der Insel. Ebenso stammt die kleine Brücke vor Santa Eulalia aus der Römerzeit. Nach den Römern erfährt die Geschichte Ibizas eine große Lücke. Vom 5. Jahrhundert bis zum 9. Jahrhundert wurde Ibiza immer wieder von verschiedenen Stämmen wie zum Beispiel den Barbaren oder den Byzantinern überfallen.