Sa Caleta Ausgrabungsstätte

Sa Caleta ist eine äußerst interessante Sehenswürdigkeit auf der spanischen Insel Ibiza. Es handelt sich hierbei um eine Ausgrabungsstätte. Die Stätte stammt aus dem 7. Jahrhundert. Demnach geht sie zurück auf die Phönizier. Es ist anzunehmen, dass die Phönizier hier eine Siedlung errichteten, um einen

Anlaufhafen für die langen Reisen zwischen dem bedeutenden phönizischen Hafen Tyros und dem spanischen Cadiz zu haben. Denn wahrscheinlich hat das Volk auf der Insel nach Metall gesucht, das nach Tyros importiert werden konnten. In der Siedlung gab es enge Gassen und kleine, unregelmäßig angelegte Plätze. Noch heute kann man auf einem dieser Plätze einen Ofen bewundern, in dem seinerzeit das Brot gebacken wurde. Die Hauptattraktion der Siedlung hingegen ist das sogenannte Barrio sur. Das Barrio sur besteht aus insgesamt acht verschiedenen Bauwerken, die sich in Form und Größe unterscheiden. Allen Gebäuden gleich ist, dass sie über ein, zwei oder drei Aufenthaltsräume verfügen. Es ist anzunehmen, dass eines der Gebäude als Salzlager diente. Die Salzgewinnung spielte auf Ibiza eine große Rolle.

Das Salz wurde in den in der Nähe gelegenen Salinen abgebaut. Diese Siedlung hatte nur rund 200 Jahre Bestand. Eine weitere Siedlung wurde an der Stelle errichtet, an der sich heute die Inselhauptstadt Ibiza-Stadt befindet. Die Ausgrabungsstätte Sa Caleta findet man auf der kleinen flachen Halbinsel im Südwesten der Insel unweit von Sant Josep. Erst Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts fand man die Überreste der phönizischen Siedlung und begann mit der Ausgrabung. Somit gehört die Siedlung zu den neueren Entdeckungen. Im Jahre 1999 dann wurde die Ausgrabungsstätte zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt.